Zusammen mit Louise Schröder und Lucia Krüger war Annedore Leber eine der 3 Frauen, die mit ihrem Brandbrief „An das Gewissen der Welt“ die Vereinten Nationen zur Unterstützung Westberlins während der Blockade bewegten.


 

STIMMEN!

Sonderveranstaltung zu A. Leber:

Vortrag von Dr. Frauke Geyken

3.3., 15:00h

www.www.willy-brandt-haus.de

 

Download Einladung

  Kohle, Politik und Verlag, 2019
   

STIMMEN! 100 Jahre Frauenwahlrecht – Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin melden sich zu Wort

 

Eröffnung: 19. Februar 2019, 19:00h im Willy-Brandt-Haus Berlin (Ausweis erforderlich) – Ausstellungsdauer: 20. Februar -24. März

 

Ich verleihe meine Stimme Annedore Leber, stellvertretend für viele Frauen, die zugunsten ihrer Partner in den Hintergrund rückten. Was mich bewegt ist die Noch-immer-Gültigkeit der Tatsache, dass Frauen, auch wenn sie noch so viel arbeiten, wesentlich weniger wahrgenommen und honoriert werden als Männer. Das galt für Annedore Leber, die ihren wesentlich bekannteren Mann stützte, selbst aber vergessen wurde, obwohl sie Schneiderin, Stadtverordnete und Publizistin war, als Delegierte des Europarates und als Mitglied der UNESCO arbeitete. Das gilt heute noch immer, in einer zivilen Gesellschaft, in der wir noch Gleichstellungsbeauftragte benötigen und trotz deren Hilfe meilenweit von Gleichstellung entfernt sind. Wie sich z.B. bei den Themen Gesundheit und Renten zeigt.

 

Wie in allen meinen digitalen Arbeiten versuche ich, die Fotos meiner Umgebung mit meinen Assoziationen zu vermengen, um einen dichteren neuen Raum zu erzeugen. In diesem Fall nutze ich ein Foto der Leberschen Kohlehandlung sowie Annedore Lebers Texte und Modezeichnungen des Mosaik Verlages. 

Die Rede „an das Gewissen der Welt“ beeindruckt in ihrem Mut, sich zu Gunsten einer Gemeinschaft so zu exponieren.

 

Meinen herzlichen Dank an ihre Enkelin Julia Heinemann, die mir den Zugang ermöglichte.